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Kenianische Aktivistin Stella Agara mit dem 15. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet

Stella Agara

Auf Beschluss des Senats der Freien Hansestadt Bremen wurde die kenianische Aktivistin Stella Agara am Sonntag, 18. Juni 2017 in der Oberen Halle des historischen Bremer Rathauses mit dem 15. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis für ihr herausragendes Engagement für weltweite Steuergerechtigkeit und ihre unermüdlichen Bemühungen, um auf die Auswirkungen von Steuervermeidungsstrategien insbesondere multinationaler Konzerne hinzuweisen.

Preisübergabe durch Bürgermeister Dr. Carsten Sieling an Stella Agara (Foto: Jörg Oberheide)

Der Bürgermeister und Präsident des Senats Dr. Carsten Sieling hob bei seiner Würdigung das langjährige Engagement der 34jährigen Kenianerin hervor: „Mit dieser Ehrung unterstützen wir gleichzeitig eine junge Frau, die sich in vorbildlicher und höchst anerkennenswerter Weise für Gerechtigkeit und Solidarität einsetzt – und das schon seit Jahren und nicht nur in ihrem Land Kenia.“

Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung des Senats.

Veranstaltung in Brüssel am 20. Juni 2017

Anlässlich der Verleihung des Bremer Solidaritätspreises wurde die Arbeit von Frau Stella Agara auch in den Bremer „Botschaften“ in Berlin und Brüssel vorgestellt. Den Auftakt machte am 19. Juni 2017 die Podiumsdiskussion in der Landesvertretung Bremen in Berlin. Bereits einen Tag später (Dienstag, 20. Juni 2017) folgte die Veranstaltung in der Bremer Vertretung in Brüssel.

Alle Podiumsteilnehmerinnen und –teilnehmer sowohl in Berlin wie auch in Brüssel waren sofort einig, dass dieses Thema höchste Priorität haben muss. Jedes Jahr entgehen dem afrikanischen Kontinent rund 50 Milliarden US Dollar aufgrund von Steuerflucht – Geld, das in wichtige Bereiche wie Gesundheit, Bildung und Sozialleistungen hätte fließen können. Multinationale Konzerne nutzen Schlupflöcher, die es ihnen erlauben, die Gewinne in sogenannte Steueroasen zu verschieben. Diese Schlupflöcher sind weitgehend legal, dennoch unmoralisch und beeinträchtigen das Leben von Millionen Menschen in den Ländern des globalen Südens existenziell.

Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung des Senats.